Order of Saint Andrew
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The Order of Saint Andrew

Castle Blair AthollGründung am St. Andrew´s Day (hl. Andreastag),  dem 30. November 1688 auf Castle Blair Atholl in Schottland (rechts), durch Parteigänger des Hauses Stuart (Jakobiten), darunter Chiefs und Chieftains mehrerer Clans und durch französische Edelleute. Als Ordenszeichen wurde vom Gründungskapital ein dunkelblaues achtspitziges Kreuz gewählt, als Klassen wurden festgelegt: Knight (Ritter), Knight Commander (Kommandeur) und Knight Grand Cross (Großkreuzritter).

Die Zahl der erstaufgenommenen Personen mag bei etwa 30 gelegen sein. Von einer Ausnahme abgesehen, beanspruchen die Chiefs des Hauses Stuart für sich die Würde des The last royal grandmaster of the order H. M. King Charles III. of Scotland - Charles Edward StewartProtektors (Schirmherrn), nicht jedoch jene des Großmeisters.    Die Ausnahme bildete im 18. Jahrhundert "Bonnie Prince Charlie" (Charles Edward Stuart), de jure "King Charles III. of Scotland". 1783, fünf Jahre vor seinem Tod, ließ sich der glücklose Führer der jakobitischen Sache, im römischen Exil von den ihm verbliebenen Getreuen zum Großmeister proklamieren (links). Auch die Aufnahme von Damen wurde beschlossen, als Dame, Dame Commander und Dame Grand Cross. Förderinnen konnten zur "Lady of the Thistles" ernannt werden und trugen als Abzeichen die tradionelle "Stuart Distel", wie sie als Brosche vomstuart thistle Orden heute wieder verliehen wird (rechts).   Am St. Andrew´s Day 1785 wurden, soweit überliefert ist, 18 Ritter, 8 Kommandeure und 3 Großkreuzritter aufgenommen. Nach dem Tod des Prinzen versuchten mehrere schottische und französische Adelige das Großmeisteramt weiterzuführen. 

Badge of the orderIm Frühjahr 1988 betrieben Schottland-Liebhaber, Clan-Chiefs und historisch interessierte Personen eine Restauration des Ordens. Am St. Andrew´s Day 1988, dem 300. Gründungstag, wurde Colonel Helmut von Bräundle-Falkensee, Laird of Bladnock (durch Heirat verwandt mit dem Hause Wittelsbach, dem Rechtsnachfolger des Hauses Stuart), zum Großmeister gewählt. Ausschlaggebend waren dessen, aus rund 20-jähriger humanitärer/caritativer Tätigkeit resultierende soziale Kompetenz, z.B. Leiter der österreichischen "Aktion Polen-Kind", Gründer und Generalsekretär der "Österreichischen Albert Schweitzer-Gesellschaft", etc.

Col. Prof. Vis. Helmut v. Bräundle-Falkensee, Laird of Bladnock, GrandmasterUnter seiner Führung als Großmeister (rechts) hat sich die ursprünglich als Verdienstorden (Hausorden) etablierte Gemeinschaft zu einer weltweit caritativ/sozial tätigen Organisation gewandelt. Das St. Andrew Volunteer Corps (SAVC), der Hilfsdienst des Ordens, organisierte bis heute Hilfsgüter im Wert von rund 150.000 EUR für Kranke, Behinderte, Flüchtlinge und Notleidende. Kooperiert wurde hier u.a. mit dem Roten Kreuz, der Österreichischen Albert-Schweitzer-Gesellschaft (ÖASG), der Deutschordens-Stiftung usw.  Der Orden hat heute über 400 Mitglieder in aller Welt.   Der Ordenspatron ist St. Andrew (hl. Andreas).

Der Ordenspatronstag ist am St. Andrews Day (30. November).

Die Ordensdevise ist: "Noble, Just and Chivalrous" (edel, gerecht und ritterlich) ; "Alba Gu Brath" (Scotland forever).

Die Ordenshymne ist: Scotland the Brave.

Die unter dem Patronat des Ordens stehenden Organisationen sind: 


SAVC BadgeSt. Andrew Volunteer Corps (SAVC):
Hilfsdienst des Ordens. Alle Helfer/innen sind ehrenamtlich tätig.

 

StAA BadgeSt. Andrew Association (St.AA):
Kultursektion des Ordens. Auszeichnungen werden verliehen für Verdienste in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung. 

SAND Badge

 The Order of St. Andrews Naval Division (SAND):
Marine-Sektion des Ordens für Mitglieder, die in den Bereichen Marine, Seefahrt usw. tätig sind.

 

Die acht Spitzen des blauen Ordenszeichens symbolisieren das achtfache Elend unserer Welt, nämlich 

The blue order grossKRANKHEIT UND VERLASSENHEIT,
HEIMATLOSIGKEIT UND HUNGER,
LIEBLOSIGKEIT UND SCHULD,
GLEICHGÜLTIGKEIT UND UNGLAUBE,
 

gegen die es anzukämpfen gilt, aber auch die acht Seligpreisungen der Bergpredigt.  Der Orden fordert deshalb auch von seinen Angehörigen wahren Adel der Gesinnung, christliche Lebensweise im Sinne der Ordensdevise "edel, gerecht und ritterlich" und die Ausübung von Werken der Nächstenliebe, wo dies möglich ist. Ziele des Ordens sind die Bewahrung und Pflege ritterlicher Tugenden und Traditionen, die Förderung wissenschaftlicher, kultureller und humanitärer Projekte sowie das Wirken für den Gedanken der Ökumene (Einheit der Christen) und für ein geeinigtes Europa.

Die Tätigkeit des Ordens ist nicht auf Gewinn gerichtet, seine Würdenträger und Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Die Mittel zur Erreichung der Ordensziele sind durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und sonstige Einnahmen aufzubringen.